Die Idee für einen eigenen Bestseller kam im Sommersemester 2007 auf. Ich besuchte eine Vorlesung an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz für mein Hauptfach Buchwissenschaft. Das Thema klang verheißungsvoll: „Bestseller – wie man sie schreibt und wie man sie macht.“
Das erste Mal stutzig wurde ich bei einem Scherz des Professors, wie toll es doch wäre, wenn eine Gruppe von Mainzer Studenten die ganzen Strategien beherzigen könnten, um selbst einen gemachten Bestseller zu schreiben.
Es folgte eine Stunde, in der ein Bestseller-Autor während der Vorlesung von seinem Alltag erzählte. Der Autor war bei der Perry-Rhodan-Serie fest angestellt und die genannten Absatzzahlen für jedes Heft ließen uns alle taumeln. Wieder kam das Thema eines selbstgemachten Bestsellers auf und der Professor suchte interessierte Studenten für das Experiment. In diesen Wochen waren Berichte rund um die Klimakatastrophe stark in den Medien vertreten, sodass ein Roman zum Klima als gemachter Bestseller gute Chancen hätte.
Nach der Vorlesung fanden sich rund zwanzig Studenten zusammen. Schnell stellte man fest, dass das Thema „Klima“ nicht bei allen ankam. So kam es, dass drei Projekte ins Leben gerufen wurden: einen historischen Kriminalfall, ein Speed-Dating-Roman und ein Klima-Thriller.
Unterstützung erhielten wir von dem Perry-Rhodan Autoren, der uns in Sachen Lektorat drillte. Doch die Projekte zerfielen, während ich mich darum bemühte, ein eigenes Projekt ins Leben zu rufen.
Seit dem Schuljahr 2006/2007 leite ich eine Schreibwerkstatt an meiner alten Schule. Die Schreibwerkstatt des Max-Planck-Gymnasiums beschäftigte sich bislang mit kleinen und großen Schreibspielen, kniffligen Schreibaufgaben und allerlei kreativen Fantasiereisen.
Meine Mädels und Jungs waren sofort sehr begeistert von dem Projekt, sodass wir am 30. September 2007 ein Forum ins Leben riefen, um die gesamte Planung besser koordinieren zu können.
Die Planungsphase begann noch im selben Jahr.
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